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News letter vom 28.12.2007


Sehr geehrte Mitglieder des Vereins,
Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25.Juli 1945 ging vom damaligen "Little White House", der so genannten "Truman - Villa" in Potsdam am Griebnitzsee eine Order nach Washington, die zum Abwurf der Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki geführt hat. Seit diesem schrecklichen Vergeltungsschlag sind über Generationen hinweg Tausende von Opfer zu beklagen.

62 Jahre danach wurde am 25. Juli 2007 auf Initiative von Bündnis 90/ Die Grünen Potsdam, der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.(IPPNW) des SPD Ortsvereins Babelsberg und anderer Personen und Institutionen des gesellschaftlichen Lebens in Potsdam und Berlin im Filmmuseum Potsdam der Verein "Hiroshima-Platz Potsdam e.V. gegründet.

Die bisherige Initiative zur Einrichtung des "Gedenkortes Hiroshima-Platz" und auch die Vereinsgründung wird vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, Jann Jakobs ausserordentlich begrüsst und unterstützt.

Der Oberbürgermeister ist zum 60. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, nach eigenem Engagement und einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Potsdam, der Initiative "Bürgermeister für den Frieden" beigetreten. Die Initiative "Gedenkort Hiroshima-Platz" hat bereits in verschiedene Veranstaltungen auf die damaligen Ereignisse in Hiroshima und Nagasaki aufmerksam gemacht. Als erstes wurde im Jahr 2005 auf Initiative von Bündnis 90/ Die Grünen Potsdam, der bisher namenlose Platz vor der Truman - Villa, durch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung mit dem Namen "Hiroshima-Platz" bezeichnet. Im Juni 2006 fand unter der Überschrift "Atomwaffenfrei leben" ein Filmabend und eine Podiumsdiskussion mit dem Psychoanalytiker und Mitbegründer der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW), Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter, dem Oberbürgermeister von Potsdam, Jann Jakobs, Peter Schüler, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen, Potsdam, und mit Prof. Dr. em. Hideto Sotobayashi statt.

Der Bürgermeister von Hiroshima und Präsident der "Bürgermeister für den Frieden" Tadatoshi Akiba hat zu diesem Anlass eine Video - Botschaft an die Gäste der Veranstaltung gesandt.

Er sagte: "Ich danke Ihnen für Ihren ausserordentlichen Einsatz für eine symbolische Versöhnung und bitte Sie zugleich eindringlich um ihr Engagement dass dieselben Fehler nicht wiederholt werden".

Am 25. Juli 2006, zum 61. Jahrestag, besuchte eine Delegation aus Hiroshima, die Landeshauptstadt Potsdam, wurde vom Oberbürgermeister empfangen, nahm an einer Gedenkveranstaltung am Hiroshimaplatz teil und berichtete auf einer Veranstaltung mit Jugendlichen in Potsdam, über ihre Erlebnisse und Erfahrungen und über das Wachhalten der Erinnerungen und vom Überleben in Hiroshima. Im August 2007 hat der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins einen Brief an den Bürgermeister von Hiroshima gesendet und sich für die Videobotschaft bedankt.

Durch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Potsdam wurde bereits 2006 der Text für die Inschrift am Gedenkort "Hiroshima-Platz" festgelegt, der in Deutsch, Englisch und Japanisch zu lesen sein wird:

" Im Gedenken an die Opfer der AtombombenabwuNrfe von Hiroshima am 6. August 1945 und Nagasaki vom 9. August 1945."

mit der ErlaNuterung:
Während der Potsdamer Konferenz der Alliierten Grossmächte vom 17. Juli 1945 bis zum 2. August 1945 hat der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Harry S. Truman, in der gegenüberliegenden Villa "Little White House" gewohnt. In diese Zeit fällt der Befehl des Präsidenten vom 24. Juli 1945 zum Abwurf der Atombomben. Ihre zerstörerische Kraft brachte hunderttausendfachen Tod und entsetzliches Leid über die Menschen.

Ziel des Vereins ist es nun, an dieses Ereignis durch verschiedenste Veranstaltungen zu erinnern. Ebenso sollen Spenden für die weitere Ausgestaltung und Pflege des Gedenkortes am Hiroshimaplatz gesammelt werden. Der Verein befindet sich gegenwärtig in Gründung.

Nach seiner Gründungsversammlung und der Konstituierung des neuen Vorstands haben wir sofort damit begonnen, die erforderlichen Unterlagen zur Vereinsregistrierung vorzubereiten. Die Unterlagen wurden notariell beglaubigt. Der Verein hat ein vorläufiges Aktenzeichen beim Amtsgericht Potsdam und sobald die Eintragung in das Vereinsregister abgeschlossen ist, werden wir die Gemeinnützigkeit des Vereins beantragen. Im Laufe des nächsten Jahres werden die nötigen Formalitäten bald abgeschlossen sein.

Der Vereinsvorstand hat in der Zwischenzeit ein Vereinskonto und ein Spendenkonto eingerichtet. Die nötigen Angaben findet Ihr/ finden Sie am Ende unseres ersten Rundbriefes an die Mitglieder und Interessenten des Vereins.

Im Oktober/November hat Prof. Dr. Hideto Sotobayashi, der auch schon bei früheren Veranstaltungen der Initiative für den Gedenkort Hiroshima-Platz teilgenommen hat, sich sehr für das Anliegen des neu gegründeten Hiroshima-Platz Potsdam eingesetzt.

Mit einem, von den Medien hochbeachteten Vortrag, am 01.11.07 auf einer sehr gut besuchten Gemeinschaftsveranstaltung des Institutes für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft e.V. in Berlin, erzählte Herr Prof. Dr. Sotobayashi erstmals öffentlich gegenüber seinen Wissenschaftler Kolleginnen und Kollegen, aber auch vor vielen Gästen, von seinen Erfahrungen als 16 jähriger Schüler, der in Hiroshima, wie durch ein Wunder, diesen Bombenabwurf zumindest physisch mit wenigen Schäden überlebt hat. Der Schutz seiner Familie und das Trauma seiner eigenen psychischen Verarbeitung haben u.a. dazu geführt, dass er über 60 Jahre nicht über seine damaligen Erlebnisse gesprochen hat.

Herr Prof. Dr. Sotobayashi hat uns darum gebeten, die Arbeit der Initiative und des neu gegründeten Vereins auf seiner Veranstaltung in Berlin vorzustellen und er rief dazu auf, für diese Initiative zu spenden. Auf dieser Veranstaltung wurden Spendengelder gesammelt, die für die weitere Arbeit des Vereins und die Einrichtung des Gedenkortes genutzt werden können.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei Herrn Prof. Dr. Sotobayashi herzlich für sein Engagement zu bedanken.

Das Medienecho war so gross, dass es jetzt auch neue InteressentInnen für den Verein gibt. Einige wollen spenden, andere wollen das Anliegen demnächst auf andere Weise unterstützen.

Bereits im Sommer fand ein Gespräch im Info Radio Berlin Brandenburg statt, wo wir auf die Arbeit des Vereins aufmerksam machen konnten. Im November hat es viele Anfragen, insbesondere von japanischen Medien gegeben, ob und wie das Anliegen unterstützt werden kann. Kurz vor und nach der Veranstaltung mit Herrn Sotobayashi, war erkennbar, das Interesse in Japan an unseren Aktivitäten und insbesondere an der Person Prof. Dr. Hideto Sotobayashi ist sehr hoch.

Erst kürzlich hat sich ein internationales Kunstprojekt mit teilweise sehr bekannten KünstlerInnen, was in Tokio, Berlin, in Österreich, der Schweiz, und in den USA arbeitet, mit dem Namen PIKADON (heisst in der japanischen Sprache umgangssprachlich Atombombe) an uns gewendet, um unsere Kampagnenarbeit durch künstlerische Plakate zukünftig zu unterstützen. Hier pflegen wir erste Kontakte, um eine Zusammenarbeit entstehen zu lassen.

Mit den IPPNW hat der Vorstand ebenfalls über eine weitere Zusammenarbeit gesprochen.

Der Vorstand wünscht Ihnen/Euch alles Gute und ein Gesundes Neues Jahr.

Uwe Fröhlich, Masao Fukumoto und Nils Naber


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News letter vom:

• 26.12.2008

• 02.01.2010

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